Weitere Informationen an unsere Verbraucher:
All unsere Biosäfte werden aus dem Saft garantiert kontrolliert biologisch angebauter Früchte hergestellt, gelagert und idealerweise in Direktsaftqualität abgefüllt.
Selbstverständlich werden unsere Säfte nicht auf chemischem Wege haltbar gemacht. Es erfolgt lediglich, bei der Einlagerung als auch bei der Abfüllung, eine Kurzzeiterhitzung auf ca. 90°C mit nachfolgender Rückkühlung auf ca. 25°C.
Laufende Kontrollen während der Anlieferung und auch direkt im Vertragsanbau werden von uns mit höchster Sorgfalt durchgeführt. Darüber hinaus erfolgen permanent durch akkreditierte Labore die Untersuchung aller Säfte auf etwaige Rückstände. Ein konsequent umgesetztes und alle Produktionsstufen umfassendes Qualitätsmanagement (IFS, Version 8) sorgt für ein stetes und hohes Qualitätsniveau. Ferner sorgen ISO 9000/1 konforme Kontrollen, ein HACCP-System sowie die Gewährleistung der Rückverfolgbarkeit der eingesetzten Rohwaren für die Qualitätssicherung in allen Phasen der Verarbeitung, Produktion, Lagerung, Verteilung und Auslieferung an unsere Kunden.
DE-ÖKO-003
Unsere Versorgung mit Bio-Obst und Bio-Gemüse, Quellen
Der biologische Obstbau hat bei Jacoby eine lange Tradition, denn gemeinsam mit seinem Bruder kam der Firmengründer Emil Jacoby sen. bereits im Jahre 1924 über den Koberwitzer Kreis mit der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise in Berührung. Er kam 1924 mit Rudolf Steiner, dem Begründer der anthroposophischen Lehre in Kontakt. Dies war der Beginn einer intensiven Auseinandersetzung mit der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise innerhalb der Familie Jacoby, die bis heute fortwirkt.
Der heutige landwirtschaftliche Betrieb der Jacoby-Kelterei umfasst 3 Betriebsteile und eine Fläche von insgesamt 250 ha., die alle gemäß den Richtlinien für biologisch-dynamischen Landbau (Demeter) bewirtschaftet werden:
- Auggen (Südbaden) sowie
- 2 größere Betriebe im Département Haute-Saône (Frankreich); in einer sehr ursprünglichen und von extensiver Landwirtschaft geprägten Region, die zudem weit abgelegen von emissionsträchtigen Industrien ist.
Diese langfristig angelegten Maßnahmen sind die Grundlage zu unserem hohem Qualitätsstandard.
Die Überwachung des biologischen Anbaus unterliegt neben regelmäßigen verbandsinternen Kontrollen auch staatlicher Kontrolle.
So wird der eigene landwirtschaftliche Betrieb der Jacoby-Kelterei nach den strengen Richtlinien für biologisch-dynamischen Landbau (Demeter) als auch den Naturland-Richtlinien bewirtschaftet und unterliegt ebenso, wie die Bio-Flächen der unter Vertrag stehenden Landwirte, gemäß EG-Verordnung 834/2007 staatlicher Kontrolle. Analog zum Anbau unterliegt auch die Verarbeitung von biologischem Obst entsprechenden Vorschriften. Gemäß der EG-Norm 834/2007 ist somit auch der Auggener Verarbeitungsbetrieb entsprechend zertifiziert und berechtigt, Bio-Produkte herzustellen, resp. zu verarbeiten. Hinzu kommen auch hier weiter zahlreiche Verbandszertifizierungen on top.
Darüber hinaus betreiben wir seit nunmehr fast 3 Jahrzehnten einen umfassenden Bio-Vertragsobstanbau, welcher insbesondere den Anbau von Bio Äpfeln, Bio Birnen, Bio Pflaumen, Bio Kirschen und Bio Mirabellen umfasst. Diese langfristig angelegten Maßnahmen ermöglichen uns eine sichere und umfassende Versorgung mit diesen Früchten. Was die Versorgung mit Gemüse insbesondere Bio Karotten, Bio Rote Bete etc. anbelangt, so besteht seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit mit den entsprechenden Demeter-, Bioland- und Naturland-Verbänden.
Warum Demeter?
Der Tradition verpflichtet und in dem Bestreben unseren Kunden Säfte in höchster Bioqualität anbieten zu können, erfolgt die Bewirtschaftung der 250 ha. großen Eigenanlagen nach den Richtlinien des biologisch-dynamischen Anbaus (Demeter). Neben den staatlich vorgeschriebenen Kontrollen zum einen für den Anbau und zum anderen für die Verarbeitung kommen weitere strenge, verbandsinterne Kontrollen hinzu.
Die Umsetzung der Demeter-Richtlinien für den eigenen Obstanbau stellt für uns neben der Erfüllung strenger Qualitätsstandards, eine umfassende und vor allem ganzheitliche Qualitätsbemühung dar.
Ursprünglich stand der Name Demeter in der altgriechischen Sagenwelt für die Göttin des Ackerbaus und der Viehzucht. Heute wird Demeter als geschütztes Wort- und Warenzeichen zur Kennzeichnung von Lebensmitteln aus dem biologisch dynamischen Landbau verwendet.
Alle mit dem Demeterzeichen versehenen Produkte unterliegen strengen staatlichen und zusätzlichen verbandsinternen Qualitätskontrollen. Zentral am biologisch-dynamischen Landbau ist, dass Pflanzen und Tiere in der ihnen gemäßen Art aufwachsen und gedeihen dürfen.
Die Begründung der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise geht zurück auf den landwirtschaftlichen Kurs, der 1924 von dem Anthroposophen Rudolf Steiner gehalten wurde. Im Unterschied zur ‚herkömmlichen‘ biologischen Landwirtschaft berücksichtigt die biologisch-dynamische Landwirtschaft die irdischen und kosmischen Lebenszusammenhänge. Neben dem selbstverständlichen Verzicht auf chemisch-synthetische Düngemittel und Pestizide gehören hierzu auch das Berücksichtigen ausgewählter Pflanzzeiten und wesensgemäßer Tierhaltung (so gibt es für die Einhaltung des Düngerkreislaufes eine eigene Rinderhaltung auf unserem Obsthof).
Neben der Berücksichtigung des Makrokosmos wird in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft gleichzeitig etwas Neues eingeführt, nämlich die biologisch-dynamischen Präparate, die aus Heilpflanzen, Kuhmist, Bergkristall und Tierhüllen gewonnen werden und die wie homöopathische Heilmittel für die Erde wirken. Die in diesem Zusammenhang wichtigsten Präparate sind zum einen das sog. Hornmistpräparat 500 und zum anderen das sog. Hornkieselpräparat 501, welche durch das Ausstopfen von Kuhhörnern mit Mist bzw. Sand gewonnen werden. Nachdem die gefüllten Hörner eine Zeitlang im Boden vergraben waren, wird der Inhalt in Wasser aufgerührt. Das filtrierte Wasser wird anschließend in homöopathischen Dosen auf die Anbauflächen gesprüht. Die Präparate sollen so die Entwicklung der Pflanzen und ihrer Lebenskräfte stärken, indem sie harmonisierend auf sie Einfluss nehmen.
Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise stellt mit die höchsten Anforderungen an den Landwirt: neben der Anwendung besonderer Präparate (so z.B. auch für die Kompostierung), der Berücksichtigung bestimmter Gestirnkonstellationen sowohl beim Anbau und als auch der Ausbringung von Präparaten wird vom Anbauer neben der Bereitschaft zur laufenden Weiterbildung und einem hohen persönlichen Einsatz auch eine ganzheitliche Betrachtung der biologischen Zusammenhänge gefordert.
Denn dort wo Mensch, Tier und Pflanze im Sinne einer Kreislaufidee zusammenleben und sich gemeinsam weiterentwickeln, kann man von einem landwirtschaftlichen Organismus sprechen. Der Mensch wirkt in diesem Organismus lediglich als Gestalter.
In diesem Sinne wird auch der eigene Obstbau der Jacoby-Kelterei geführt: Ein Obstbau also, der im Einklang mit der Natur steht, der die Tier- und Pflanzengemeinschaften in ihrer Kulturlandschaft mit einbezieht, und der die Rohstoff- und Energievorräte unserer Umwelt nicht strapaziert.






